Seit dem 29.01.2019 gilt die EU-GüterrechtsVO mit einheitlichen Regelungen für die Bestimmung des auf das Güterrecht anwendbaren Rechts bei Fällen mit Auslandsbezug. Sie löst den bis dahin gegoltenen Art. 15 des Einführungsgesetzes zum BGB ab. Wichtigste Veränderung für das in Deutschland geltende internationale Privatrecht ist, dass für neue Ehen jetzt der erste gemeinsame Aufenthaltsort nach Eheschließung wichtiger als eine etwaige gemeinsame Staatsangehörigkeit der Eheschließenden ist, um das anwendbare Güterrecht zu bestimmen. Der größte Vorteil, der sich aus dieser nunmehr unmittelbar in jedem Land der Europäischen Union geltenden Vorordnung ergibt, ist, dass endlich in der gesamten Europäischen Union einheitlichen Anknüpfungsregeln für die Bestimmung des anwendbaren Rechts gelten.